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Verbunden mit der Frage: Was ist eine „Anthroposophische Apotheke“ und wie kann die Qualität sichtbar gemacht werden, versammelten sich einige Apothekeninhaber im Jahre 2010, um an diesen Fragestellungen zu arbeiten.

Nach einer über anderthalbjährigen Arbeit gelang es, die Kriterien für eine Aufnahme in den Qualitätsverbund schriftlich niederzulegen.

 

 

AnthroMed® Pharmazie Qualitätsverbund (GAPiD)

Leitlinie

(Stand August 2019)

Präambel

Die Anthroposophische Pharmazie und Medizin sind bedeutende und zukunftsträchtige Bestandteile unseres modernen Gesundheitswesens. Die in der GAPiD organisierten Apotheker und PTA unterstützen und fördern diese Pharmazie und Medizin. Um die Qualität in der entsprechenden Beratung sowie in der Herstellung zu sichern, schließen sich anthroposophisch orientierte Apotheken zu einem Qualitätsverbund zusammen. Ziel ist die Bildung einer sich gegenseitig unterstützenden und helfenden Gemeinschaft im Sinne der folgenden Leitlinie:

1. Apotheke

Die zum AnthroMed® Pharmazie Qualitätsverbund (GAPiD) gehörige Apotheke, im Folgenden AnthroMed® Apotheke genannt, strebt schwerpunktmäßig die Förderung, Verbreitung, Unterstützung der Anthroposophischen Pharmazie und Medizin an und führt das AnthroMed® Pharmazie Markensiegel.

2. Apotheker

Der Antrag zur Mitgliedschaft kann nur durch den Inhaber der Apotheke gestellt werden.

Der Inhaber der Apotheke ist Mitglied der GAPiD, außerdem Apotheker für Anthroposophische Pharmazie (GAPiD) oder durch den QV anerkannt (siehe Anhang). In begründeten Ausnahmefällen kann der Inhaber der AnthroMed® Apotheke einen bei ihm angestellten Apotheker als verantwortliche Person benennen. Diese ist Mitglied in der GAPiD, außerdem Apotheker für Anthroposophische Pharmazie (GAPiD) oder befindet sich durch den QV in der Anerkennung (siehe Anhang). Jedes optional neue QV-Mitglied muss sich auf einer QV-Mitgliederversammlung persönlich vorstellen und sollte regelmäßig an den QV-Treffen teilnehmen.

3. Mitarbeiter

Der Apothekeninhaber/Filialleiter/die verantwortliche Person ist bestrebt, anthroposophisch ausgebildete Mitarbeiter einzustellen, oder ist bereit dazu, die Mitarbeiter entsprechend zu schulen bzw. Fortbildungen mit anthroposophischen Inhalten anzubieten bzw. zu fördern.

4. Herstellung

Die AnthroMed® Apotheke ist grundsätzlich bereit für die Herstellung anthroposophischer Rezepturen/Defekturen nach anthroposophischen Herstellungsregeln (HAB, APC).

5. Beratung

Der Apotheker und die Mitarbeiter sind bestrebt, Arzneimittel zur Abgabe an die Kunden nach anthroposophischen Gesichtspunkten auszuwählen und zu beraten.

6. Netzwerk

Die Ausbildung eines geistig-sozialen Netzwerkes wird angestrebt. Diese Arbeit wird lebendig gehalten durch die persönliche Begegnung bei den mindestens zweimal jährlich stattfindenden QV-Treffen.

7. Markenbildung

Die AnthroMed® Apotheken sind unter der gemeinsamen Dachmarke AnthroMed® Pharmazie organisiert.

8. Nachhaltigkeit

Die AnthroMed® Apotheken richten ihre Geschäftsprozesse nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit aus. Sie möchten einen Beitrag zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten. Die Bewahrung der Schöpfung ist ihnen ein selbstverständliches Anliegen.

9. Leitlinie

Diese Leitlinie soll regelmäßig (mindestens alle drei Jahre) überprüft bzw. weiterentwickelt werden. Jede Änderung bedarf der Zustimmung der QV-Mitgliederversammlung.

10. Fortbildung

Es wird angestrebt, dass alle im AnthroMed® QV organisierten Apotheker und PTA sich regelmäßig auf anthroposophischer Grundlage fortbilden.

11. Freunde der AnthroMed® Apotheken

Alle anthroposophisch orientierten Apotheker, PTA und Freunde ohne eigene Apotheke sind bei unseren QV-Treffen willkommen.

Anhang

Anlage zur Anerkennung:

Die Anerkennung durch den QV beinhaltet eine Fortbildungszeit für anthroposophisch-pharmazeutische Fort- und Weiterbildungen von 100 Punkten/Stunden innerhalb von zwei Jahren. Die Zeit wird durch einen vom QV anerkannten Apotheker als Mentor mit dem Ziel begleitet, mindestens zweimal im Jahr ein persönliches Fördergespräch zu führen. Inhalt dieser Fördergespräche sind die Umsetzung der erlernten Fachinhalte für die tägliche Arbeit in der öffentlichen Apotheke. Zum Abschluss dieser Anerkennung dient ein schriftlich ausformuliertes Fallbeispiel aus dem Alltag der öffentlichen Apotheke, welches in einem Gespräch vor dem QV dargelegt wird.

 

*Für die bessere Lesbarkeit wird die männliche Form der Berufsbezeichnungen gewählt

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