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Aktuelles

„20 Jahre GAPiD – Feiern Sie mit!“ (hier klicken)

 

Zusammenfassung der Jubiläumsveranstaltung GAPiD am 14.10.2021

Teil 1 Wärmeverfahren, mit Dr. Christian Birringer

Apotheker Dr. Christian Birringer hat in seinem spannenden Vortrag einen vielschichtigen Blick auf die Wirkung von Wärme geworfen. Wie verändert sich beispielsweise das bekannte Lebensmittel Ei, wenn es unterschiedlich lang mit Wärme behandelt wurde. Stichworte wären da „hartgekocht“, „weichgekocht“ und alle Zustände dazwischen. Er führte uns weiter auf dem Pfad der Lebensmittel und verdeutlichte, wie unterschiedlich Getreide verarbeitet werden kann, was dann zu Flocken, Teig, Brot oder einem Getränk verwandelt werden kann.

Und so ist es in der Pharmazie auch mit Pflanzen, die ihre „Persönlichkeit“ verändern, in Abhängigkeit davon, wie man sie im Labor behandelt: Überbrüht man sie und stellt einen „Infus“ her, zieht man sie über eine Stunde bei 37 °C in einem flüssigen Medium aus und bekommt eine „Digestio“ oder macht man ein „Mazerat“ bei Zimmertemperatur. Diese besonderen Herstellungsverfahren im Flüssigen sind ein zentraler Baustein in der Anthroposophischen Pharmazie. Durch die verschiedenen Verfahren können sich diverse Substanzen in den Pflanzen unterschiedlich lösen. Aber es ist noch viel mehr als die Substanzverwandlung. Eine „Digestio“ wirkt auf besondere Weise auf die rhythmischen Prozesse im Körper und ein Kaltauszug auf das Nerven-Sinnes-System. Und wie sollte es anders sein, als dass eine Heißbehandlung als Infus eine besondere Wirkrichtung Richtung Stoffwechsel-Gliedmaßen-System hat. Der abschließende Film, in dem das Auspressen des Bryophyllumsaftes aus den Blättern gezeigt wurde und Aspekte zum Rh-Verfahren erläutert wurden, rundete diesen erhellenden Vortrag ab. Ganz herzlichen Dank für die Bereicherung unseres Jubiläums, lieber Herr Dr. Birringer!

Birgit Emde 

Teil 2 Pflanzliche Kompositionen und ihre Wirkung, mit Claudia Suhr

Apothekerin Claudia Suhr zeigte aus ihrer tiefen Kenntnis der Kompositions-Präparate beachtenswerte Aspekte zu deren Wesen und damit zu ihrer Wirkung.

Eine Heilmittel-"Komposition" ist wie die Pendants in der Musik und Malerei etwas neu Geschaffenes, ganz im Gegensatz zu einer additiven "Kombination" der Qualitäten verschiedener Stoffe. Aus mindestens zwei Ausgangsstoffen entsteht im gemeinsamen pharmazeutischen Prozess eine neue Einheit, ein neues wirksames Prinzip. Neben den Präparaten mit dem Zusatz "comp(ositum)" kennen wir die anthroposophischen "Typenmittel", bei denen es sich i. d. R. ebenfalls um Kompositionen handelt. Sie zielen auf Krankheiten, die für den Menschen typisch sind, weil sie in der typisch menschlichen Konstitution schon als Tendenz angelegt sind. Wenn durch besondere Umstände die Selbstheilung nicht ausreicht, können diese "Dorone" (Geschenke) dem jeweils überlasteten Organ als Vorbild für seine gesunde Funktion zu Hilfe kommen. Ausgangspunkt für die pflanzliche Komposition ist immer das Zusammenbringen von zwei Pflanzen(gruppen), die in einem Verhältnis polarer Spannung zueinanderstehen, ähnlich wie im Menschen das Nerven-Sinnes-System und das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Vermittelnd wirkt im Menschen das rhythmische System, in der Komposition ein pharmazeutischer (Wärme-) Prozess und manchmal eine dritte Pflanze.

Bei den Beispielen Cardiodoron und Hepatodoron, die beide auf Hinweise von Rudolf Steiner zurückgehen, sind dann tatsächlich frappierende Polaritäten in der Morphologie und Raumgestalt, dem Standort, der Vegetationszeit und den Inhaltsstoffen zu erkennen. Mit der detaillierten Darstellung dieser beiden Präparate endete der Vortrag. Auch an Claudia Suhr geht ein sehr herzlicher Dank für die Fülle von lebendig vermitteltem Wissen.

Sabine Kettemann

Fachkonferenz Medizin und Pharmazie

In Dornach/ Schweiz am Goetheanum 14.-16.09.2021

Die Erforschung von Arzneimittelwirkungen gehört zu den Kernthemen eines Pharmazeuten. Aber wie wirken Anthroposophische Arzneimittel? Dieser Frage nach den Wirkprinzipien der anthroposophischen Pharmakotherapie sind Apothekerinnen und Apotheker der GAPiD und des VAEPS sowie Ärztinnen, Ärzte und ein Physiker auf der ersten Fachkonferenz Medizin und Pharmazie im Rahmen der Internationalen Jahreskonferenz der Medizinischen Sektion am Goetheanum nachgegangen. Vorgestellt wurde eine Vielfalt an bekannten und noch unbekannten Erkenntnissen aus 100 Jahren Anthroposophische Pharmazie. Ein bunter Blumenstrauß zum Jubiläum. Erörtert wurden Zitate Rudolf Steiners, der in seinen Vorträgen auf die besondere Bedeutung von Herstellungsprozessen für die Heilung hingewiesen hat. Aus diesen Grundangaben haben sich im Laufe der Zeit diverse Herstellungsprozesse entwickelt, die jetzt neu verstanden werden wollen. So wurde über sieben Wirkprinzipien, über die Stärkung der Selbstregulation des Menschen, über Wirkprinzipien in der Misteltherapie, konkrete Herstellungsprozesse, u. a. am Beispiel der Schlehe, die sieben Lebensprozesse und den Zusammenhang von Biografie und Herstellungsprozess berichtet. Ein Höhepunkt war der Jubiläumsvortrag zweier Pharmazeut:innen, die mit bekannten und unbekannten Pflanzen neue Heilmittel hergestellt haben und deutlich machen konnten, dass Wirkprinzipien der Anthroposophischen Pharmazie immer wieder neu verstanden werden müssen und sich am Heilbedarf des Patienten orientieren.

Es waren interessante und spannende Tage in der Schweiz.

Ein Besuch der jährlich stattfindenden Jahreskonferenz ist zur Nachahmung empfohlen!

Birgit Emde (GAPiD-Akademie)

Aus dem Vereinsleben: Wahl des neuen Vorstands 

Am 25.6.2021 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der GAPiD online statt. In diesem Jahr wurde der Vorstand neu gewählt. Wir gratulieren Annette Greco, Ute Hecht-Neuhaus, Dr. Manfred Kohlhase und Claudia Suhr zu ihrer Wahl sehr herzlich. 

Die neue Kolumne von weil’s hilft mit GAPiD-Apothekerin Birgit Emde 

In der neuen Kolumne von weil’s hilft erfahren Sie, wie Sportverletzungen ganzheitlich behandelt werden können. Die ganze Kolumne finden Sie hier.

Aus der Apotheke, weil's hilft

 

 

Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der GAPiD

Am 6. Mai 2021 gab es einen weiteren Vortragsabend in der Reihe zum 20-jährigen GAPiD-Jubiläum, auch diesmal mit wegweisenden Beiträgen zur Anthroposophischen Pharmazie.

Im ersten Teil ging es um ein großes Gebiet rund um Rechtsfragen, nicht gerade ein Alltagsthema für die meisten Apotheker/innen und PTA. Christiaan Mol und Mónica Mennet-von Eiff zeigten jedoch anschaulich, wie groß durch die immer weiter gehende Regulierung  “von oben“ die Gefahren für anthroposophische Arzneimittel sind, gleichzeitig aber auch die Chancen, sie über “Standards“ in bestehende Rechtssysteme einzubinden.

Eine Zusammenfassung der beiden Beiträge gibt es hier.

Mit dem überleitenden Motto “von der großen Politik ins Labor“ stellte Annette Greco in ihrem Vortrag dar, wie das Heilpotenzial eines Naturstoffs mit dem Heilbedarf eines erkrankten Menschen zusammengebracht werden kann, wie dazu unbedingt die Zwischenstufe des angefertigten Arzneimittels und damit jede Menge pharmazeutisches Handeln notwendig ist, denn “in der Natur gibt es erstmal keine Heilmittel“.

Am Beispiel der Solum (uliginosum)-Präparate wurde der Bogen vom Wesen der beteiligten Naturstoffe über verschiedenste Ideenfindungs- und Herstellungsprozesse bis hin zu Wirkungsaspekten beim Menschen gespannt. So begeisternd war dies alles, dass sicherlich viele Kundengespräche in den Apotheken neu inspiriert werden.

Die Inhalte dieses Vortrags finden sich übrigens in einem Beitrag von Annette Greco im  Buch “Anthroposophische Pharmazie“ (siehe weiter unten in dieser Rubrik).

Ansonsten kann allen, die diesen spannenden Vortragsabend versäumt haben, nur geraten werden: den dritten Termin am 14.10.2021 unbedingt jetzt schon dick markieren! Eine Anmeldung ist bereits möglich. 

 

Anthroposophische Arzneimittel: Beratungsempfehlungen für die Selbstmedikation

Die beiden Autorinnen sind Apothekerinnen für Anthroposophische Pharmazie und aktive GAPiD Mitglieder. Sie geben in der Neuauflage ihres Werkes klar strukturierte, nachvollziehbare Informationen und Empfehlungen.

Neu ist zu jeder Indikation das Kapitel „Apothekenpraxis“.  Hier findet man Erläuterungen des anthroposophischen Therapieansatzes, Fragen an den Kunden zur Anamnese und Differentialdiagnose und anthroposophische Therapieergänzungen für Patienten, die mit Verschreibungen oder Wünschen zu konventionellen Arzneimitteln in die Offizien kommen. 

Damit überzeugen und gewinnen Sie ihre Patienten!

Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der GAPiD

Am Samstag, 13.3.2021 fand die erste Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der GAPiD statt.

Mit großer Freude haben wir zwei Vorträge mit 100 Teilnehmern teilen dürfen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vorstandsvorsitzenden der GAPiD Dr. Manfred Kohlhase, der uns in die Gründungsgeschichte des Vereins mitgenommen hat. Moderiert wurde dieser Spätnachmittag durch Birgit Emde.

GAPiD-Apothekerin Friederike Tews hat in die Grundbegriffe einer anthroposophisch erweiterten Pharmazie eingeführt und hätte uns am liebsten gleich mit in ihr Labor genommen, um uns die Verarbeitung der Heilpflanzen direkt zu zeigen.

Im zweiten Vortrag mit GAPiD-Apothekerin Inge Bräutigam wurde es konkret. Sie hat uns in die Apotheke entführt und uns eingeführt in die Behandlungsmöglichkeiten in Prävention und Rekonvaleszenz in Zeiten von Covid-19. Sehr einfühlsam gab sie Anregungen, wie man ein salutogenes Beratungsgespräch zu diesem Thema führen kann.

Melden Sie sich gerne für die nächste Jubiläumsveranstaltung mit neuen Vorträgen am Donnerstag, 06.05.2021 um 19:30-21:00 h an. 
https://gapid.de/jubilaeumsreihe-2021

 

Wir freuen uns auf Sie! 

Online Seminar

Sammelband Heilpflanzenporträts: Signaturenlehre im Licht moderner Naturwissenschaft

Ist Ihnen schonmal aufgefallen, dass die orchideenartige Blüte des Augentrostes ein wenig an die Anatomie des menschlichen Auges erinnert? Oder dass das hohle Blütenköpfchen der Kamille eine Verwandtschaft mit den Hohlorganen des Menschen vermuten lässt, zum Beispiel mit Magen und Gebärmutter? Diese Betrachtungsweise, in der die Erscheinung einer Pflanze den Startpunkt für die Analyse ihrer Heilkräfte darstellt, heißt „Signaturenlehre“

Seit Jahren schreibt der Stuttgarter Apotheker und GAPiD-Mitbegründer Dr. Manfred Kohlhase Heilpflanzenporträts aus Sicht der Signaturenlehre des Paracelsus (1493-1541). Dabei stellt er der bewährten Forschungspraxis die Erkenntnisse naturwissenschaftlicher Analysemethoden heutiger Zeit gegenüber. Häufig lässt sich inzwischen im Labor nachweisen, was Ansätze wie die Signaturenlehre bereits vor Hunderten von Jahren erarbeiteten. Die Porträts erscheinen regelmäßig in der Gesundheitszeitschrift „natürlich gesund und munter“. Nun gibt es seine Arbeiten endlich auch als ansprechend gestalteten Sammelband mit farbigen Pflanzenzeichnungen. Im A4-Format auf stabilem Papier gedruckt versammelt das Werk „Die Sprache der Heilpflanzen“ 29 Pflanzenbetrachtungen von Augentrost (Euphrasia officinalis) bis Walnuss (Juglans regia). Vorschläge zu in der Apotheke erhältlichen Fertigarzneimitteln mit Extrakten der vorgestellten Pflanzen runden die Porträts ab. 

Als Arzt und Apotheker erkannte Paracelsus, dass die äußere Form einer Heilpflanze auf ihr Wirkpotenzial schließen lässt: „Immer zeigt die Form an, wozu das Ding gut ist.“ Präzises Beobachten und Untersuchen lagen seinen Forschungen stets zu Grunde. Er beschäftigte sich dabei nicht nur mit der Pflanze an sich, mit ihren Blüten- und Blattformen bis hin zu ihren Wurzeln. Auch ihr bevorzugter Boden, ihre Ansprüche an die Umgebung und ihr Leben im Jahreslauf spielten eine Rolle.

Hier geht’s zum Online-Shop des J. Fink-Verlages, dem Herausgeber von „natürlich gesund und munter“

Die Anthroposophische Medizin feiert Geburtstag!

Vor 100 Jahren hat Rudolf Steiner zusammen mit der Ärztin Ita Wegman begonnen, die Grundlagen der Anthroposophischen Medizin zu entwickeln. Für eine Medizin, die den ganzen Menschen sieht – mit Körper, Seele und Geist. Dieser Ansatz spricht immer mehr Menschen an – und trägt uns in die Zukunft.

Deshalb feiern wir „100 Jahre Zukunft“. Wir zeigen, was die Anthroposophische Medizin ist, will & kann! Menschen erzählen, warum sie diese ganzheitliche Medizin wollen.

Alle Infos zum Jubiläum online: www.100JahreZukunft.de

Buch: Anthroposophische Pharmazie

Dr. Peter Alsted Pedersen (Hrsg.) | Prof. Dr. Ulrich Meyer (Hrsg.)

Grundlagen, Herstellprozesse, Arzneimittel

Kurzbeschreibung

„Das vorliegende Lehrbuch Anthroposophische Pharmazie ist ein erster, aus meiner Sicht sehr gut gelungener Ansatz, vielschichtige Aspekte strukturiert zusammenzuführen. Denjenigen, die mit der Entwicklung, Zusammensetzung und Herstellung, aber auch der Zulassung von anthroposophischen Arzneimitteln befasst sind, sowie natürlich allen anderen an der Thematik Interessierten, werden hier Zusatzinformationen an die Hand gegeben, die in klassischen pharmazeutischen Lehrbüchern und den gültigen Arzneibüchern nicht zu finden sind.“

Prof. Dr. Rolf Daniels, Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie, Eberhard Karls Universität Tübingen

Preis: 98,00 €

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlags-Seite.

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